Mündlich erzählte Geschichten sind längst Teil der kuratorischen Vermittlung. Doch welche Interviewformen gibt es? Wie findet man geeignete Interviewpartner*innen? Und wie lassen sich die erhobenen Daten in die Sammlungs- und Museumsforschung integrieren?
Ausgehend von den Kunstsammlungen für moderne und zeitgenössische Kunst der Ruhr-Universität Bochum verfolgte das zweisemestrige Seminar Blinde Flecken und versteckte Geschichten (Wintersemester 2024/25, Sommersemester 2025) das Ziel, Erinnerungen zu erschließen, die für das Campusmuseum relevant sind und bislang unbekannte Einblicke in die Kunstsammlung, ihre Genese sowie ihren Einsatz in der universitären Lehre geben.
Anlass war das 50-jährige Jubiläum des Campusmuseums, das am 15. Januar 1975 unterhalb der Universitätsbibliothek eröffnet wurde. Seither ist es ein bedeutender Ort der kunsthistorischen Lehre, an dem Studierende frühzeitig an Fragestellungen des Museumsmanagements, des Sammlungserhalts und der musealen Forschung herangeführt werden.
